Landwirte tragen aktiv zum Trinkwasserschutz bei

Feldbegehung zu Zwischenfrüchten auf Ackerflächen und Untersaaten im Hopfen

Bei einer Feldbegehung im Wasserschutzgebiet Mainburg besichtigten Landwirte und Vertreter des Wasserversorgers ZV Hallertau zusammen mit Werner Rauhögger, dem Fachberater von Ecozept, verschiedene Zwischenfrüchte und Untersaatmischungen im Hopfen. Die Demoversuche zeigten einen sehr guten Erfolg. Durch den Anbau der Pflanzenmischungen wird die Gefahr des Stickstoffaustrags in das Grundwasser vermindert.

Im Rahmen der  seit 2007 laufenden freiwilligen Kooperation des ZV Hallertau mit Landwirten im Wasserschutzgebiet Mainburg wurden dieses Jahr von Ecozept entwickelte Zwischenfruchtmischungen für Ackerflächen und speziell für den Hopfenanbau geeignete Untersaatmischungen im Anbau getestet. Die darin enthaltenen Pflanzen binden Stickstoff und tragen zusätzlich zur Humusbildung bei. So wird die Auswaschung von Nitrat aus dem Boden vermindert und damit die Trinkwasserqualität verbessert. Mehrere Landwirte bauten diese Mischungen an, die jetzt gemeinsam besichtigt wurden.

Besserer Trinkwasserschutz durch Zusammenarbeit von Landwirten und Wasserversorgern

Die Landwirte Christian Goldbrunner, Josef Huber und Franz Wimmer erklärten sich bereit, die Saatmischungen auf ihren Feldern zu testen. Landwirte, die auch Flächen im Wasserschutzgebiet bewirtschaften, konnten sich bei einem Feldtag die Ergebnisse ansehen und darüber diskutieren. Dabei fand ein reger Erfahrungsaustausch statt. Auch Wassermeister Bernhard Pichlmaier vom ZV Hallertau kam zur Besichtigung: „Diese praktische Vorstellung von Trinkwasserschutzmaßnahmen ist der beste Weg, mehr Landwirte für unser Anliegen zu gewinnen. Ich hoffe, dass solche Maßnahmen bald  auf der ganzen Fläche umgesetzt werden“, freute sich Pichlmaier.

Nun sind alle Bewirtschafter gefragt, die Zwischenfrucht- und Untersaatmischungen selbst auszuprobieren. „Neben der Vielfalt der zusammengestellten Arten ist es wichtig, dass die Zwischenfrüchte frühzeitig nach der Ernte der Hauptfrüchte gesät werden, damit sie möglichst viel freies Nitrat binden können“ erklärt Werner Rauhögger, Wasserschutzberater von Ecozept.

Untersaaten begrünen Hopfenanlagen

Die Untersaaten im Hopfen sollen ebenfalls Nitrat binden und über eine flächige Begrünung zwischen den Hopfenreihen zur Humusbildung beitragen. Eine wichtige Frage der Demoversuche war, welche Pflanzen mit der Beschattung durch die Hopfenpflanzen zurechtkommen. Diese wurden unter Berücksichtigung ihres Verdrängungsvermögens zu geeigneten Mischungen zusammengestellt (Tief- und Flachwurzler). Getestet wurden dabei verschiedene Untersaatmischungen in Kombination aus abfrierenden und winterharten Arten.

Diese und weitere für den Trinkwasserschutz wirksamen produktionstechnischen Maßnahmen werden vom ZV Hallertau im Wasserschutzgebiet Mainburg finanziell unterstützt.

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