Oberflächengewässerschutz - Ein Beispiel
Verringerung der Nährstoff- und Keimeinträge in den
Simssee
Seit mehreren jahren arbeitet der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung
in den Simsseegemeinden (Oberbayern) an dem Ziel, den Phosphat- und Keimeintrag in den See in Zusammenarbeit mit den Landwirten zu verringern. Für
die Wasserqualität und die Nutzung als Badegewässer stellen die Höhe des Phosphat- und Keimeintrags die entscheidenden Faktoren
dar.
In einem Modellgebiet zum Simseeschutz bietet der Zweckverband den Landwirten freiwillige
Kooperationsverträge an, die von ECOZEPT mit den Landwirten entwickelt wurden.
Die Verträge fördern den Anbau von Zwischenfrüchten
mit anschließender Mulchsaat oder die Untersaat
im Mais, sowie das Einhalten von Düngungsabständen zu Gräben. Diese Maßnahmen reduzieren den Boden- und damit
Nährstoffaustrag, sowie den Austrag organischer Dünger, aus der Fläche und vermindern so den
Eintrag von Nährstoffen und Keimen in den Simssee.
ECOZEPT führt Gespräche mit betroffenen Landwirten,
stellt ihnen die Kooperationsmodelle vor und schließt Verträge
ab. Das Düngungsmanagement auf den Betrieben ist
ein zusätzlicher Beratungsschwerpunkt. Für die Durchführung
der gewässerschonenden Maßnahmen erhalten die Landwirte
Ausgleichszahlungen. Neben den Beratungsgesprächen werden
an Hand von Rundbriefen, Feldbegehungen und Demonstrationsversuchen
gewässerschonende Bewirtschaftungsformen vorgestellt.
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